Filmregisseur gestorben : Zuletzt drehte er "Ludwig II.": Peter Sehr ist tot

Bekannt geworden ist Peter Sehr 1993 mit seinem Historienfilm "Kaspar Hauser". Im Dezember kam sein letzter Film "Ludwig II." in die Kinos. Jetzt starb der Regisseur mit 61 Jahren in München.

Foto: David Ebener/dpa
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Der Filmregisseur Peter Sehr ist tot. Er starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 61 Jahren in München an einem Gehirntumor. Sehrs letzter Spielfilm über den bayerischen König „Ludwig II.“ war im Dezember in die Kinos gekommen. Zu seinen erfolgreichsten Filmen gehören „Kaspar Hauser“ (1993) mit André Eisermann, Uwe Ochsenknecht, Katharina Thalbach und Peter Lohmeyer und „Obsession“ (1997) mit Daniel Craig und Heike Makatsch. Der promovierte Biophysiker Sehr hatte schon während seiner Studienjahre in Oxford Mitte der siebziger Jahre den University Film Club geleitet und erste Kurzfilme gedreht. Von Anfang der achtziger Jahre an lebte er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in München. Mit seiner zweiten Frau Marie Noëlle gründete er 1988 die Produktionsfirma „P’Artisan“. Als Spielfilmregisseur debütierte er 1991 mit „Das serbische Mädchen“, einer Adaption der gleichnamigen Erzählung von Siegfried Lenz mit Ben Becker und Mirjana Jokovic in den Hauptrollen. Sehr wurde mit dem Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Filmpreis und mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. 2002 initiierte er mit Daniel Toscan du Plantier, Brigitte Sauzay und Margaret Menegoz das „Deutsch-Französische Filmtreffen“. Er unterrichtete an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film und der Filmakademie Baden-Württemberg, wo er seit 2008 eine Professur innehatte. Zusammen mit seiner Frau und Dagmar Hirtz betrieb er in München das legendäre Arri-Kino. Tsp

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