Kultur : Filmregisseur Humberto Solás gestorben

Der kubanische Filmregisseur Humberto Solás, Repräsentant der Stilrichtung des „armen Kinos“, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das teilte das kubanische Filminstitut ICAIC in Havanna ohne Angaben über die Ursache und den Zeitpunkt des Todes mit. Solás, der vor allem mit dem Film „Lucia“ (1967) auch über die Grenzen Kubas hinaus bekannt wurde, war der profilierteste Vertreter des Autorenkinos in Kuba. Das „arme Kino“ propagierte er insbesondere durch das Filmfestival in der kubanischen Stadt Gibara, das er 2003 gegründet hatte. Sein letzter Film „Barrio Cuba“ (2005) befasste sich mit den Auswirkungen des Zusammenbruchs der Sowjetunion und des kommunistischen Systems auf Kuba.

Solás wurde 1941 in Havanna geboren. Er hat an der dortigen Universität Geschichte studiert. 1977 und 1997 war er Jurymitglied der Berlinale. Mit „Cecilia“ (1981), einer Verfilmung der Geschichte der Mulattin Cecilia Valdéz, gerät Solás einmal mehr mit der Parteibürokratie aneinander. Der Film wird eine Art kubanisches Nationalepos. Die Trauerfeier für Solás, der 2005 mit Kubas nationalem Filmpreis ausgezeichnet wurde, soll im privaten Kreis stattfinden. Tsp/dpa

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