Kultur : Filmregisseur Imo Moszkowicz gestorben

Der Filmregisseur und Schauspieler Imo Moszkowicz ist am Dienstag in München im Alter von 85 Jahren gestorben. Er führte nicht nur bei Kinofilmen Regie, sondern auch in rund 200 TV-Produktionen und -serien, bei Kinderfilmen wie „Max der Taschendieb“, „Kli-Kla-Klawitter“ und zwei „Pumuckl“-Filmen, bei „Pater Brown“ und den Serien „Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger“ sowie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“. Moszkowicz, als Sohn eines jüdischen Schuhmachers in Ahlen, Nordrhein-Westfalen, geboren, wurde mit seiner Familie 1942 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Mutter und seine Geschwister wurden ermordet, er selbst kam als Zwangsarbeiter ins KZ Monowitz. Der Vater war zuvor nach Argentinien emigriert, ihm gelang es nicht mehr, seine Familie nachzuholen. Nach dem Krieg kehrte Moszkowicz nach Deutschland zurück, absolvierte die Schauspielschule und wurde Regieassistent in Düsseldorf und am Schillertheater in Berlin. Als Regisseur und Schauspieler war er an fast allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum tätig, in Zürich, München oder an der Oper Frankfurt, aber auch in Santiago de Chile und in Tel Aviv. Sein Sohn Martin Moszkowicz ist als Produzent und im Vorstand der Constantin tätig, seine Tochter Daniela Dadieu lebt als Schauspielerin in Wien. dapd /Tsp

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