Kultur : Filmtipp der Woche: Von Christiane Peitz:

(OmU im fsk[Hackesche Höfe)]

Manoel de Oliveira filmt eine gewöhnliche Kreuzung - und es stockt einem der Atem. Wegen der Lebendigkeit, die da aufscheint. Und der stillen Todesangst: der bangen Frage, wie es sein wird, eines Tages diese Lebendigkeit nicht mehr teilen zu können. Vielleicht liegt es nur daran, dass ausgerechnet Michel Piccoli die Kreuzung vom Straßencafé aus betrachtet. Aber wie schafft es Oliveira, sich Piccolis Blick anzuverwandeln? Ich gehe nach Hause ist einer der leichtesten und ironischsten Filme des 93-jährigen portugiesischen Altmeisters. Selbst für Kunstkino-Feinde ein Genuss.

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