Finanzaffäre : Osterfestspiele Salzburg ein Fall fürs Kriminalamt

Die Finanzaffäre um die Salzburger Osterfestspiele nimmt immer dramatischere Ausmaße an: Inzwischen hat sich auch das Landeskriminalamt Salzburg eingeschaltet.

Ermittelt wird gegen acht Personen, neben dem fristlos gekündigten Geschäftsführer Michael Dewitte und dem ebenfalls geschassten Technikdirektor der Sommerfestspiele, Klaus Kretschmer stehen auch mehrere Steuerberater und Rechtsanwälte im Verdacht, die Kontrollgremien des Festivals getäuscht zu haben. So soll beispielsweise für eine Spende an die Osterfestspiele in Höhe von 800 000 Euro eine „Provision“ von 300 000 Euro einbehalten worden sein. Diese Summe wurde an eine nicht existierende Firma mit Sitz in der Karibik überwiesen, allerdings auf ein Konto im türkischen Nordzypern. Weiterhin geht es um ungenehmigte Gehaltssteigerungen, Unterschlagung bei Spesenabrechnungen sowie Zahlungen an Firmen ohne konkrete Leistungsnachweise. Die Schadenssumme für das privatrechtlich organisierte Festival, das von der Karajan-Stiftung getragen wird, soll sich auf mehr als zwei Millionen Euro beziffern. Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller zeigte sich unterdessen entschlossen, das heimtückisch unterschlagene Geld zurückzuholen: „Da wird jemand den Kopf hinhalten müssen und für Schadenersatzzahlungen herangezogen werden.“ F. H.

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