Flamenco-Festival : Uno, dos, tres!

Im Berliner "A compás Tanzstudio" findet ein großes Kindertanzfestival mit vielen Workshops und Aufführungen statt.

Charlotte Schilling
Flamenco
Flamenco-Tänzerinnen. -Foto: Promo

Acht Fächer schwingen in der Luft, synchron wirbeln wunderschöne Flamencoröcke an mir vorbei. Noch ein letztes Mal knallen die schwarzen Absatzschuhe auf den Boden, dann stehen die Tänzer still. Obwohl es so klingt, als ob ich in Spanien wäre und mir Flamencotänze anschauen würde, bin ich im „A compás Tanzstudio“. Hier findet ein großes Kindertanzfestival mit vielen Workshops und Aufführungen statt. Gerade proben einige Mädchen und Jungen zwischen acht und 16 Jahren für ihren großen Auftritt am Samstag um 18 Uhr. Ihr Festivalstück „Mi Abuela“ („Meine Oma“) handelt von einem Jungen namens Mario und seiner Oma. Mit verschiedenen spanischen Tänzen erzählt die Gruppe, wie die Oma stirbt und Mario lernen muss, mit dem Verlust umzugehen.

Als die ersten Kinder in die Pause verschwinden, wird mir klar, dass die meisten Tänzer ihre gesamte Freizeit vor dem Festival hier verbringen. Proben ist alles, denn jede Bewegung muss perfekt sitzen, mahnt die Leiterin der Flamencoschule Laura la Risa mehrmals. Sobald sie den Saal betritt, wird sie von der aufgedrehten Kinderschar umringt. „Wann sind die Kostüme fertig? Wann treten wir auf?“, wird sie gefragt. Und dann werden die nächsten Schritte geübt. Leise schleiche ich hinaus und freue mich schon, mir am Samstag das ganze Stück anzusehen. Charlotte Schilling

A compás Studio, Höfe am Südstern, Hasenheide 54; Festival: Do-So 21.-24.6, Tageskarte 3 €,

Erwachsene 6 €, Festivalpass 14 €. www.acompas.de, Anmeldung zum Workshop: Tel.: 69 40 99 04.

Charlotte Schilling ist 12 und wohnt in Frohnau.

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