Kultur : Flierl will mehr Macht für den Opernstiftungs-Chef

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Wieviel Macht soll der Leiter der künftigen Berliner Opernstiftung haben? Von der Definition seiner Kompetenzen hängt zu großen Teilen der Erfolg der Stiftungsidee des Kulturenators Thomas Flierl ab, mit der er die drei hauptstädtischen Musiktheater in ihrer Existenz sichern will. In einem internen Gesetzentwurf für die Opernstiftung, aus dem die „Berliner Morgenpost“ zitiert, rückt der Senator angeblich von seiner früheren Zusage ab, den Intendanten ein Vetorecht gegen die Entscheidungen des StiftungsChefs einzuräumen. Der Generaldirektor der Stiftung ist laut Flierls Gesetzentwurf nun sogar „weisungsbefugt“ gegenüber den Intendanten. Die Leiter der drei Häuser, die bisher stets großen Wert auf ihre Autonomie in künstlerischen wie auch in wirtschaftlichen Fragen gelegt haben, werden diese Entwicklung kaum begrüßen. Ebensowenig wie die neue Zusammensetzung des Stiftungsrates, dem nun sechs statt vier Mitglieder angehören sollen. Über den Gesetzentwurf von Thomas Flierl wird der Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am 22. September diskutieren. Tsp

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