Kultur : Flutopfer Kino: Die FFA legt einen Hilfsfonds auf

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Vier Säle hat das erst vor zwei Jahren eröffnete Procine-Kino in Döbeln bei Leipzig, und in nur einer Nacht hat der Fluss Mulde das „ebenerdige Objekt“, wie Kinobetreiber Bernd-Rüdiger Mann sein Haus nennt, weitgehend zerstört. Das Wasser strömte durch Foyer und Säle und zerstörte Bestuhlung, Wandbespannung, Ton- und Klimatechnik und die gesamte Elektrik des Hauses. Der Schaden: mindestens 250000 Euro. Wiedereröffnung: frühestens gegen Jahresende.

Für von der Flutkatastrophe betroffene Kinos haben jetzt die Filmförderanstalt (FFA) und der Hauptverband der Deutschen Filmtheater (HDF) einen Hilfsfonds aufgelegt. 184 Kinosäle gibt es laut FFA im Elbe-Überschwemmungsgebiet, und im Bereich der Donau kommen noch einmal 46 Säle hinzu. Wären alle Kinos so betroffen wie jenes in Döbeln, so wäre der Betrag in Windeseile weg: Je 250000 Euro kommen von beiden Institutionen – nicht als „Vollfinanzierung, sondern als kleine Unterstützung“ im jeweiligen Einzelfall, wie FFA-Chef Rolf Bähr sagt.

Beide Verbände haben die Beträge kurzfristig abgezweigt, so etwa vom FFA-Beitrag für den Deutschen Filmpreis oder der HDF-Kampagne „Kino ist das Größte“. Weitere Kinobetreiber etwa aus Aue, Dresden und Riesa haben sich bereits gemeldet. Auch flutgeschädigte Videotheken-Besitzer können auf Hilfe zählen bei der FFA (Telefon 030/27 577-315) und dem HDF (030/23 00 40 41). Tsp

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