Kultur : Forum Kultur: Berlins Verwaltung sucht Rat bei Experten

NAME

Kaum hat die Berliner Kulturverwaltung ihren Doppelhaushalt 2002/03 mit manchem Ach und viel publizistischem Krach durchs Parlament gebracht, denkt man an der Brunnenstraße über die Zukunft nach. Am Dienstag konstituierte sich der „Arbeitsausschuss Forum Kultur“, ein Gremium, das in den kommenden Monaten alle Probleme der Kulturszene diskutieren soll. Staatssekratärin Krista Tebbe und der Vizepräsident der Akademie der Künste, Matthias Flügge, werden der Arbeitsgruppe nicht angehören, aber als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Tebbe erklärte gegenüber dem Tagesspiegel: „Zunächst wird ein internes Internet-Forum eingerichtet, indem sich die Experten in einer Vorbereitsungsphase austauschen können, bevor im Spätsommer die Hauptarbeitsphase beginnt. Ab Herbst wird es dann öffentliche Diskussionen zu den Problemkomplexen geben.“ Die Ergebnisse haben Empfehlungscharakter für den Etatentwurf 2004/05.

Vom städtischen Interessenverband, dem Rat für die Künste, wird das Gremium allerdings bislang boykottiert: Die Berliner Institutionen werfen Senator Thomas Flierl vor, zu lange mit der Debatte über die Zukunft der Hauptstadtkultur gewartet zu haben. Von einer direkten Beteiligung Berliner Intendanten im „Forum Kultur“ war allerdings nach den Worten von Krista Tebbe auch nie die Rede. Konsens sei es vielmehr gewesen, dass hier Experten zusammenkommen, die keine Eigeninteressen vertreten, aber trotzdem mit der hauptstädtischen Kulturlandschaft vertraut sind. Die Kultur-Staatssekretärin zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Berliner Kulturschaffenden schon in die Diskussionen einschalten werden, wenn man im Herbst an die Öffentlichkeit geht. F. H.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben