Kultur : Franz Reiner aus Österreich

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Ich wohne im Burgenland in Österreich, das ist an der Grenze zu Ungarn. Nach Berlin bin ich extra für die Berlinale gekommen, jetzt schon zum dritten Mal. Das plane ich jedes Jahr ein und nehme mir Urlaub dafür.

Für jeden Berlinale-Tag habe ich einen Tagesplaner, auf dem ich mir notiere, welche Filme ich sehen will. Meistens stehe ich für vier bis fünf Titel an. Heute möchte ich Karten für „The Collector“, „Isabella“, „Geheime Staatsaffären“ und „Find Me Guilty“. Ich lese die Zusammenfassungen im Programm und suche mir dann meine Favoriten nach den Inhaltsangaben aus. Man könnte schon sagen, dass ich ein richtiger Filmfan bin: Ich gehe alle ein bis zwei Wochen ins Kino und gucke mir oft DVDs an, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Ab und zu fahre ich auch zur Viennale nach Wien, aber nicht so regelmäßig wie nach Berlin.

Hier im Haus der Festspiele anzustehen, finde ich angenehm: Ich habe das Gefühl, dass die Schlange kürzer ist als in den Arkaden, außerdem ist der Weg vom Hotel nicht weit. Am Schlangestehen mag ich, dass man oft mit dem Vorder- oder Hintermann ins Gespräch kommt.

Zur Berlinale gehört so viel dazu: Das Anstehen genauso wie die Premieren, der rote Teppich, die gute Laune, die Stars. Vorgestern sind bei der Premiere von „A Prairie Home Companion“ Regisseur Robert Altman und Meryl Streep an mir vorbeigelaufen! Am allerliebsten würde ich in diesen Tagen aber mal Natalie Portman sehen, die spielt bei „V for Vendetta“ mit, einem Science-Fiction- Drama.

Ich mag Berlin, ich komme auch sonst ab und zu in diese Stadt, vielleicht so zwei bis drei Mal im Jahr. Für die WM wäre ich auch gerne hier, aber ich habe keine Karten mehr bekommen. Da hilft ja leider kein Anstehen.

— Aufgezeichnet von Anne-Dore Krohn

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