Kultur : Franzens Liebe zu Rilke und Kafka

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Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen, mit seiner Familiensaga „Die Korrekturen“ zum Star der US- Literaturszene aufgestiegen, ist stark von deutscher Literatur geprägt worden. „Dass Bücher nicht nur ein Ersatz für die Schule sind, sondern eine vitale Bedeutung für den Alltag haben“, habe er von deutschsprachigen Schriftstellern des frühen 20. Jahrhunderts gelernt, sagte der 43-Jährige in New York. US-Kritiker haben Franzens Roman als „Jahrhundertwerk“ gefeiert und sogar mit Thomas Manns „Buddenbrooks“ verglichen. Das Buch wurde in den USA bisher eine Million Mal verkauft und bereits in 16 Sprachen übersetzt. Am kommenden Freitag ist nach Angaben des Rowohlt Verlags der offizielle Erstverkaufstag der deutschen Ausgabe.

„Goethe war mir ein bisschen zu fremd“, sagte Franzen. „Aber Kafka, Rilke, Alfred Döblin und Karl Kraus wirkten auf mich, als würden sie über mein Leben sprechen und die Welt um mich herum.“ Bei Rilke hätten ihn zum Beispiel die Berichte über den Werdegang zum Künstler fasziniert und bei Kraus dessen Gedanken über den Verfall der Sprache. dpa

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