Kultur : Friedensbote: Konstantin Wecker reist in den Irak

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Der Liedermacher Konstantin Wecker will mit einer Reise in den Irak ein Friedenssignal setzen. „Ich möchte mich mit den Menschen dort verbünden“, sagte Wecker, der am Sonntag nach Bagdad fliegen wird. „Wenn man den Diktator Saddam Hussein entwaffnen will, darf man doch nicht die Bevölkerung kaputt machen, sondern muss sie stärken.“ Mit Unterstützung der Bundesregierung kann Wecker nicht rechnen. Ein Sprecher des Außenministeriums bezeichnete die Reise Weckers als „Privatsache“. Zu der Delegation, mit der der 55jährige Sänger die einwöchige Reise unternimmt, gehören Künstler, Wissenschaftler und Ärzte. Initiator ist die Tübinger „Gesellschaft Kultur des Friedens“, geplant sind Besuche in Kliniken, Universitäten und Kultureinrichtungen.

„In unseren Medien kriegt man eigentlich nur Klischees zu hören“, so Wecker. Er frage sich, wie sich Menschen fühlten, die mit der akuten Bedrohung einer Bombardierung leben müssten. Im Irak sei viel Trinkwasser verseucht und die Kindersterblichkeit stark gestiegen. Das seien Folgen „dieses grausamen Wirtschaftsembargos“. Der Liedermacher fordert den verstärkten Einsatz diplomatischer Mittel zur Vermeidung eines bewaffneten Konfliktes mit dem Irak. Er betont: „Es ist mir unbegreiflich, dass man immer noch glauben kann, dass Terror durch Krieg besiegt werden könnte.“ dpa

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