Friedenspreis : Frankfurt will Politkowskaja auszeichnen

Die Stadt Frankfurt am Main befürwortet, dass die ermordete russische Journalistin Anna Stepanowa Politkowskaja posthum mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird.

Frankfurt/Main - "Ich habe große Achtung vor dieser mutigen und charismatischen Frau, die leidenschaftlich für die Menschenrechte eingetreten ist und sich für Frieden und Verständigung eingesetzt hat", sagte der Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth.

Die Nominierung Politkowskajas wäre nicht nur ein Zeichen für ihr Engagement und ihre Zivilcourage im Kampf um Frieden, Recht und Wahrheit, sondern auch ein Zeichen, dass ihre Stimme auch noch nach ihrer Ermordung gehört werde, sagte Semmelroth. Er wolle daher die Initiative des Historikers Gerd Koenen und des Journalisten Norbert Schreiber unterstützen, die Politkowskaja dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels offiziell vorschlagen wollen.

Vorschlagsfrist für Friedenspreis endet

Die regierungskritische Journalistin war im Oktober 2006 in Moskau erschossen worden. Sie hatte unter anderem über Verletzungen der Menschenrechte im Tschetschenien-Krieg berichtet.

Der Stiftungsrat Friedenspreis nimmt im März seine Beratungen über die diesjährige Vergabe des Friedenspreises auf. Vorschläge für Kandidaten konnten bis Mittwoch bei dem Gremium eingereicht werden. Eine Entscheidung soll Mitte Juni fallen. Der Friedenspreis wird am 14. Oktober bei der Frankfurter Buchmesse verliehen. (tso/ddp)

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