Kultur : Friss und stirb

Susanna Nieder

Wenn das Schiff sinkt, sind die Ratten bekanntlich die ersten, die abhauen. In Iwan Pawlows "Sadbata kato plach" (Ein Rattendasein) ist das anders. Die Ratten sind hier eine Handvoll Kumpels, die weder vor noch zurück können.

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Sie dümpeln in ihrem Dorf an der bulgarischen Küste vor sich hin, bringen sich mit illegalen Sprengungen im Steinbruch durch, vögeln schon mal die Frau des anderen. So geht das, bis die Außenwelt in Gestalt eines ausländischen Investors einfällt und ihnen alle verpassten Chancen um die Ohren fliegen. In seiner Kargheit erinnert dieser Film an ein Theaterstück. Für Filmtricks wie die Sprengungen stand kaum Geld zur Verfügung, aber die Behelfsmäßigheit wirkt selbst wie ein Stilmittel. Worte werden ebenfalls nicht viele gemacht - Grobheit und Hoffnungslosigkeit kommen auch ohne aus.

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