Kultur : Früher oder später - Vom Osterfeststreit

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In Deutschland ist Ostern Anknüpfungspunkt für den zweiten längeren Schulferien-Block. Für Familien mit Kindern eine willkommene Gelegenheit, in den Urlaub zu fahren. Aber im Gegensatz zu Weihnachten, das immer am 24. Dezember gefeiert wird, verändert sich der Ostertermin. Dahinter steht eine alte Auseinandersetzung, der so genannte Osterfeststreit.

In der Urkirche gab es ursprünglich noch kein Jahresfest. Damals war der sonntägliche Gottesdienst die wichtige Feier. Erst im zweiten Jahrhundert bekommt Ostern eine größere Bedeutung. Das Konzil von Nicaea im Jahr 325 beendete den Streit mit den Christen Kleinasiens um den richtigen Tag und legte ihn auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Deswegen wechselt Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April. Versuche der Kirchen, sich auf einen Termin Anfang April zu einigen, scheiterten 1975 an den Orthodoxen.

Diese berechnen Ostern nach dem julianischen Kalender, berücksichtigen also nicht die Kalenderreform von Papst Gregor XIII. Weil das Jahr im julianischen Kalender mehr als 11 Minuten zu lang war, folgte 1582 auf den 4. gleich der 15. Oktober. Seitdem feiern viele orthodoxe Kirchen Ostern später als andere christliche Kirchen.

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