Kultur : Fünf Jahrzehnte - vom Gründer Alfred Bauer bis Moritz de Hadeln

Alfred Bauer

war der Gründer der Filmfestspiele, die er bis 1976 leitete. Der 1911 in Würzburg geborene Jurist und Filmhistoriker war zunächst für die Ufa tätig und arbeitete nach 1945 als Filmberater für die britischen Behörden. 1950 legte er eine deutsche Filmografie von 1929 bis 1950 vor: ein Standardwerk.1986 starb Alfred Bauer. Ein Preis der Berlinale ist nach ihm benannt.

Wolf Donner

übernahm 1976 die Leitung der Berlinale. Der 1939 in Wien geborene Germanist war vorher als Filmkritiker für "Die Zeit" tätig. Donner holte neue Mitarbeiter an Bord, gründete die Deutsche Filmreihe und das Kinderfilmfest und verlegte die Berlinale vom Sommer in den Februar. 1978 kündigte er vor dem Streit um Michael Ciminos "The Deer Hunter" seinen Fünfjahresvertrag vorzeitig, um wieder als freier Journalist zu arbeiten. Wolf Donner starb 1984 in Berlin.

Ulrich Gregor

Seit 1971 Gründer und Kopf des "Internationalen Forums" 1932 in Hamburg geboren, veröffentlichte er Filmkritiken in der Münchner Zeitschrift "filmkritik" und verfasste 1960 gemeinsam mit Enno Patalas eine "Geschichte des Films". 1963 gründete er in Berlin die "Freunde der Deutschen Kinemathek" und später das Kino "Arsenal". Gemeinsam mit seiner Frau Erika prägt er bis heute Programm und Stil des Forums.

Moritz de Hadeln

übernahm 1980 die Leitung der Berlinale.1940 in England geboren, wuchs de Hadeln in der Schweiz auf, studierte in Paris, gründete 1969 das Dokumentarfilmfestival von Nyon und leitete von 1972 bis 1977 das Filmfestival von Locarno. Als Leiter der Berlinale ist er nicht unumstritten, ihm wurde mitunter die Bevorzugung amerikanischer Filme und zeitweise ein gespanntes Verhältnis zu deutschen Regisseuren vorgeworfen. Sein Vertrag wurde 1998 bis April 2003 verlängert.

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