Kultur : Fusionsvorschlag für Goethe-Institute und Inter Nationes

Der Präsident des Goethe-Institutes, Hilmar Hoffmann, hat die Zusammenlegung von Inter Nationes und Goethe-Institut vorgeschlagen. Durch eine solche Zusammenlegung könnten Kosten in Höhe von mindestens sechs bis sieben Millionen Mark eingespart werden, sagte er am Montag in einem Interview von radio kultur/Der Morgen (SFB/ORB). Beide Institutionen hätten "teilweise die gleichen Aufgaben", deshalb sei bei dem gegenwärtigen Kostendruck eine Zusammenlegung unter einem Personaldach sinnvoll. Mit Blick auf die angekündigten Bonner Haushaltskürzungen - 14,5 Millionen Mark für die Goethe-Institute - sagte Hoffmann, damit drohe, auch ohne die Zusammenlegung mit Inter Nationes, die Schließung von "mindestens 25 kleineren und mittleren Goethe-Instituten in ebenso vielen Ländern". Dies sei "eine kulturelle Schande". Hierbei zeigte er sich "ziemlich enttäuscht" von Bundeskanzler Gerhard Schröder; schließlich habe er vor der Bundestagswahl versichert, daß kein Goethe-Institut geschlossen werde.

Eine verschiedentlich diskutierte Abschaffung der Sprachkurse zur Erbringung der Einsparungssumme lehnte Hoffmann ab: "Goethe-Institute ohne Sprachkurse sind ein Widerspruch in sich."

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben