Kultur : Ganoven-Glück

CHRISTINA TILMANN

Eine Räuberpistole, mehr nicht? Was die DEFA für das DDR-Fernsehen bearbeitete und das Eiszeit-Kino nun als Kinderfilm wieder ins Programm nimmt, war 1936 Stand der Technik und durchaus als Unterhaltung für Erwachsene gedacht: "Die Räubersinfonie" ist eine Mischung aus Stumm- und Tonfilm, schwelgt in expressionistisch verzerrten Gassen und symbolistisch eingeblendeten Naturereignissen.In Großbritannien unter Regie des exilierten österreichischen Dirigenten und Komponisten Friedrich Feher gedreht, vermixt der Film Elemente einer Abenteuer-, Zirkus- und Kindergeschichte zu einem "Symphonischen Filmwerk".Die Abenteuer des kleinen Musikanten Gianno, der mit Hund, Esel und Leierkasten auf der Flucht vor der Bande des "Schwarzen Teufels" ist und am Ende Mutter, Geld und Räuber rettet, ist komisch, spielerisch, märchenhaft.Innovativ, gemessen an den Vorlagen des deutschen Stummfilmkinos eines Murnau, Lubitsch, Lang oder den frühen englischen Filmen Alfred Hitchcocks, ist er nicht.Filmische Dutzendware aus einem Jahr, aus der kaum mehr als ein Dutzend Filme überliefert sind.

Eiszeit

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