Kultur : GEISHA-DRAMA

Sakuran – Wilde Kirschblüte

Michael Meyns

Als junges Mädchen wurde Kiyoshi nach Yoshiwara verkauft, dem Vergnügungsviertel im alten Tokio. Bald erlangt sie die Position einer „Oiran“, der ranghöchsten Kurtisane. Doch Kiyoshi vergisst nie ihren Traum: ein freies, glückliches Leben zu führen. Regisseurin Mika Ninagawa ist eine der berühmtesten Fotografinnen Japans. So überrascht es nicht, dass ihr Spielfilmdebüt von visueller Pracht ist. Ninagawa ist es weniger an einer gediegenen Darstellung der Geisha-Welt gelegen als an grellen Bildern, einer Musikauswahl zwischen Free-Jazz und J-Pop und einigen grafischen Gewaltdarstellungen, die auf die Manga-Vorlage verweisen. Inhaltlich zwar manchmal etwas dünn, ist „Sakuran“ dennoch ein überzeugender Film, der alles andere tut, als Klischees übers Geisha-Wesen zu bedienen. Schön anzusehen. Michael Meyns

„Sakuran – Wilde Kirschblüte“, Japan 2006, 111 Min.,

R: Mika Ninagawa, D: Anna

Tsuchiya, Masanobu Ando

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