Kultur : Geld und Komödien

DANIEL GRÄFE

10.Kurzfilmfestival ab heute in DresdenVON DANIEL GRÄFEDas Internationale Festival für Animations- und Kurzfilm in Dresden feiert sein zehnjähriges Jubiläum.Vom 15.bis 19.April werden 82 Filme, die aus 600 Einsendungen ausgewählt wurden, in einem internationalen und nationalen Wettbewerb um die "Dresdner Bogenschützen" und 43 000 Mark Preisgeld konkurrieren.Neben der nationalen und internationalen Jury, in der auch der Gewinner des Publikumspreises von 1997, Kurt Voelker, vertreten ist, wählen auch die Dresdner Jugendjury und das Publikum ihren Lieblingsstreifen. Im internationalen Wettbewerb, in dem Filme aus 29 Ländern gezeigt werden, ist Osteuropa mit zehn Beiträgen überdurchschnittlich vertreten.Auch in Zukunft, betont die Festivalleiterin Sylke Gottlebe, wolle man die "guten Kontakte zu den osteuropäischen Filmemachern" nutzen und Dresden als Drehscheibe profilieren.Auch der erstmals stattfindende nationale Wettbewerb, an dem 30 deutsche Produktionen teilnehmen, ist bei den Filmstudenten und Fernsehanstalten auf großes Interesse gestoßen.Laut Gottlebe produzierten insbesondere die Filmhochschulen "aufwendiger gemachte und kommerziellere" Filme, um sie im Privatfernsehen unterzubringen.Das Dresdner Filmfestival ist als Kontaktbörse und Publikumsfestival bekannt. Dieses Jahr treten vor allem die deutschen Wettbewerbsbeiträge mit unterhaltenden Themen auf - ein Trend, der sich in Dresden seit zwei Jahren abzeichnet.Beiträge wie "Clowns?!" (Tim Trageser) oder "Pretty Babe" (Francine Penrose) mit ihren flott erzählten, recht witzigen Geschichten haben wenig mit den schwerer verdaulichen Filmen zu tun, die noch vor drei, vier Jahren an der Tagesordnung waren.

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