Kultur : Generation 14 plus

„Blöde Mütze“

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Von Florian Kriener, Kinderreporter, 10 Jahre Martin ist neu im kleinen Ort Bellbach. In seiner Straße gibt es außer ihm keine Kinder, und die alten Menschen wollen ihren Ruhestand genießen. In der neuen Schule läuft alles schief. Zuerst verpasst ihm Oliver, der älter und stärker als alle anderen in der Klasse ist, den Spitznamen „blöde Mütze“, den nachher sogar der Lehrer benutzt. Und dann bekommt Martin einen Verweis, weil er geraucht haben soll. Oliver ist auch sonst gemein zu Martin. Einer der Gründe ist, dass beide Silke mögen. Oliver und Silke haben beide Probleme zu Hause. Olivers Eltern streiten sich immer. Der Vater trinkt, die Mutter hat einen neuen Freund und zieht schließlich aus. Bei Silke sieht es ähnlich aus. Ihre Eltern sind geschieden, und ihr Vater, den sie lange nicht mehr gesehen hat, schafft es nicht einmal, zur Aufführung ihrer Tanzgruppe zu kommen.

„Blöde Mütze“ erzählt, wie diese drei total verschiedenen Kinder auf eine komische Art Freunde werden. Der Regisseur Johannes Schmidt hat das Buch seines Bruders Thomas verfilmt. Es ist ein schöner Film geworden. Mir gefällt gut, dass alles ziemlich realistisch ist: Martins Ankommen in dem neuen Ort zum Beispiel oder wie schwer es ihm fällt, in die neue Schule zu gehen. Aber dass sowohl in Olivers als auch in Silkes Familie so viele Probleme sind, war mir ein bisschen viel.

Konrad Baumann hat Oliver sehr gut dargestellt. Man konnte richtig sehen und fühlen, dass er ein Kind spielt, das schon halb erwachsen ist. Den Liebesteil fand ich schon ein bisschen heftig. Ich kann nicht verstehen, dass man sich um ein Mädchen prügelt. Das ist wohl eher was für Leute, die elf Jahre und älter sind.

Heute 17 Uhr (Zoo-Palast 4)

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