Kultur : Geneviève: Picasso-Skizzen versteigert

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Für 1,54 Millionen Euro sind 20 PicassoZeichnungen, die der spanische Künstler von seiner ehemaligen Geliebten Geneviève Laporte angefertigt hat, in Paris versteigert worden. Der Schätzpreis lag bei 1,5 bis 2 Millionen Euro. Auf den Zeichnungen ist die heute 78-Jährige als Braut, bei der Toilette oder im geringelten Matrosenhemd zu sehen. Laporte erklärte, sich nach mehr als 50 Jahren nur schwer von den Porträts und Aktdarstellungen trennen zu können. Die damals 17-jährige Regisseurin und Schriftstellerin lernte Pablo Picasso 1944 kennen, nach ihrer Rückkehr aus Amerika 1951 wurde sie zu seiner Geliebten. Drei Jahre später ging die Beziehung zu dem 46 Jahre älteren Künstler zu Ende. Die Zeichnungen sind anders als die weniger schmeichelhaften Porträts und Akte anderer Geliebter von außergewöhnlicher Zärtlichkeit. Kunsthistoriker sprechen inzwischen von der „Epoche Geneviève“ oder der „sanften Periode“ des Malers.

Zu den schönsten Werken aus diesem Ensemble zählt die auf 140000 bis 180000 Euro geschätzte Zeichnung „Die Odaliske“, die für 410000 Euro an das Pariser Picasso-Museum ging sowie „Der Traum“, der für 360000 Euro den Besitzer wechselte. Mit dem Geld will Laporte eine Stiftung zum Schutz der Natur und der Tiere gründen. „Was mich tröstet ist, dass ich dieses Geld dafür ausgeben werde, um das verteidigen zu können, was ich liebe.“dpa

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