Kultur : Genprodukte: Ohne Gen gehts auch

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Genprodukte sind eine Hoffnung, den Hunger in der Welt zu beseitigen. Doch es gibt auch herkömmliche Methoden.

Beispiel Thailand: Armut und Mangelernährung sind dort während der achtziger Jahre auf dramatische Weise gesunken. Gab es 1988 noch 32,6 Prozent Arme im Land, waren es 1996 nur noch 11,4 Prozent. Die Ursache für den Rückgang liegt in einer gezielten landesweiten Förderung besonders betroffener ländlicher Gebiete. Untersuchungen hatten gezeigt, dass es den Menschen vor allen an energiereicher und eiweißhaltiger Nahrung mangelte. Ein Armutsindex mit Daten über den Lebensstandard filterte 286 besonders bedürftige Bezirke heraus. Gerade Säuglinge und Kleinkinder waren wegen der schlechten Ernährung ihrer Mütter unterversorgt. Die Frauen aßen zu wenig Obst, Gemüse und bekamen zu wenig Proteine.

Das Grundproblem: Die ärmsten 286 Distrikte des Landes waren abgelegen und ohne Infrastruktur. Dort begann das Programm und wurde später auf das ganze Land ausgedehnt. Die Bobachtung der Ernährungslage, Zusatzernährung für Kleinkinder, Ernährungserziehung, bessere Gesundheitsvorsorge und die Produktion nahrhafter Lebensmittel wurden kombiniert. Haushalte wurden geschult.

Die Menschen begannen, Nahrung zu mischen (Reis, Hülsenfrüchte, Sesam). Gemüsegärten und Fischteiche wurden angelegt, Hühner gezüchtet. Die Regierung glich das Programm von 1990 an immer wieder den veränderten Bedürfnissen an.

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