Kultur : Gericht stoppt Enzensbergers „FAZ“-Projekt

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Die von Hans Magnus Enzensberger und Franz Greno geplante „Frankfurter Allgemeine Bücherei“ wird nicht erscheinen. Das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) verbot dem Schriftsteller auf Antrag des Frankfurter Eichborn Verlags, die geplanten zwölf Bücher pro Jahr in einer neuen Reihe der „FAZ“ herauszugeben. Die Zeitung will das Projekt nun zurückstellen. Das OLG erkannte Enzensbergers außerordentliche Kündigung seines bis 2007 laufenden Vertrags mit Eichborn nicht an: Enzensberger, hieß es, dürfe nicht eine ähnliche Reihe wie die dort seit 15 Jahren monatlich erscheinende „Andere Bibliothek“ bei der „FAZ“ herausgeben. Enzensberger schloss einen Widerspruch gegen den Beschluss aus. Er steht nun bei den Autoren in der Schuld. Der Deutsche Taschenbuch Verlag in München, bei dem die Reihe von Oktober an erscheinen sollte, muss sehen, wie er seine Verträge erfüllt. Gegen Enzensbergers außerordentliche Kündigung hatte Eichborn bereits im Mai beim Landgericht vergeblich eine einstweilige Verfügung beantragt. Das OLG hob nun den Landgerichtsbeschluss auf und setzte ein Ordnungsgeld von bis zu 250000 Euro fest, falls Enzensberger sich nicht an das Verbot hält. Tsp

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