Kultur : Geschmackssache

Holger Kühne (56), Pädagoge

Holger Kühne
Mag Filme, die provozieren: Jurymitglied Holger Kühne. -Foto: Wolff

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HOLGER KÜHNE (56), Pädagoge

Fünf Filme an einem Tag sehen, das ist bombastisch. Als Leserjuror mache ich so etwas zum ersten Mal, und bisher fand ich alles was wir gesehen haben interessant. Mit Filmen ist es ja wie mit Kunst: Richtig oder falsch gibt es nicht. Ob man einen Film nun gut oder schlecht findet, hängt einfach vom persönlichen Geschmack ab. Wirklich überrascht hat mich der japanische Film „Love Exposure“. Weil er zwar ganze vier Stunden dauert, dabei aber überhaupt nicht langweilig wird. Dass wir Jurymitglieder unterschiedliche Vorlieben haben, haben wir schon festgestellt. Sich für einen Siegerfilm zu entscheiden, wird also schwierig und spannend werden.

Grundsätzlich gefallen mir Filme, die Grenzen verletzen und auch ein bisschen provozieren. Ein guter Film sollte Gespräche anregen und seine Zuschauer nachdenklich machen. Als Pädagoge an einer Berliner Volkshochschule habe ich viel mit Menschen zu tun. Ich mag es deshalb auch, wenn ein Film Menschen besonders gut darstellt, wenn ein Regisseur seine Figuren versteht. Einer der das besonders gut kann, ist für mich zum Beispiel Woody Allen.

Aufgezeichnet von Katja Reimann

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