Geste : Grass soll Einnahmen spenden

Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat den Schriftsteller Günter Grass aufgefordert, die Einnahmen aus seinem neuen Buch an Opfer des NS-Regimes in Polen zu spenden.

Hamburg - BdV-Präsidentin Erika Steinbach sagte der "Bild"-Zeitung, Grass' überraschendes Geständnis, in jungen Jahren Mitglied der Waffen-SS-gewesen zu sein, komme zwar dem Verkauf des Buches zu Gute. Es beschädige aber das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen. "Als Geste der Versöhnung sollte er die Einnahmen aus dem Verkauf seines Buches komplett für die Opfer des Nationalsozialismus in Polen spenden."

Die Autobiografie "Beim Häuten der Zwiebel" von Grass, die am Mittwoch vorzeitig zum Verkauf freigegeben worden war, findet nach Verlagsangaben reißenden Absatz. Eine zweite Auflage ist demnach in Arbeit. (tso/AFP)

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