Kultur : Glanzlichter

Lempertz versteigert feines Porzellan in Berlin

Ulrich Clewing

Am 27. Mai wird das Kölner Traditionshaus Lempertz erstmals eine Auktion in Berlin abhalten. Ort des Geschehens ist die Berliner Repräsentanz in der Poststraße 22, aufgerufen werden ausschließlich Stücke mit Berlin-Bezug: Fayencen aus dem 18. Jahrhundert, Porzellan aus dem frühen 19. Jahrhundert und andere Beispiele aus der regen Berliner Kunstgewerbeproduktion des Biedermeier. Unter den 290 Losen befinden sich eine schöne, reich verzierte Flaschenvase mit Pfauendekor der Manufaktur von Gerhard Wolbeer aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts (7500 Euro), eine Balustervase mit schwarz-grüner Lackglasur und vielfiguriger, chinesischer Wasserlandschaft um 1840 (8000 Euro) sowie ein ebenfalls chinoises Vasenpaar mit roter Lackglasur und teilweise erhabenen Ornamenten in Silber und Gold aus der gleichen Zeit (14 000 / 16 000 Euro). Aufgerufen werden ferner zwei Sammlungen von KPM-Porzellan aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu den Spitzenstücken zählen hier eine Vase von 1840 / 43 mit dem Brandenburger Tor für 30 000 / 35 000 Euro und ein Gefäß mit Greifenkopfhenkeln, welches Schloss Sanssouci und das königliche Schloss in Berlin zeigt (35 000 / 40000 Euro). Meißen ist natürlich auch vertreten, unter anderen mit einer wunderschönen, um 1723 entstandenen Augustus-Rex-Vase in blauem China-Dekor, die aus rheinischem Privatbesitz stammt und vor dem Zweiten Weltkrieg zu den Beständen des Berliner Kunstgewerbemuseums gehörte (12 000 / 14 000 Euro).

Lempertz Berlin, Poststraße 22, Vorbesichtigung: 21. Mai 11–16 Uhr, 22.–26. Mai 10–17.30 Uhr, Auktion: 27. Mai, 11 Uhr.

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