Kultur : Goethe-Institut will wieder wachsen

Nach seiner Umstrukturierung will das Goethe-Institut seine Aktivitäten weltweit wieder ausbauen. „Wir überlegen, welche Institute, die in den 90er Jahren etwa in Nord- und Schwarzafrika geschlossen wurden, wieder geöffnet werden sollen“, sagte die Präsidentin des Goethe-Institut Jutta Limbach in Paris. Das Präsidium habe sich auf die Einrichtung von drei neuen Instituten geeinigt, unter anderem im russischen Nowosibirsk. Zudem soll die Zusammenarbeit mit dem französischen Kulturinstitut verstärkt werden. „Ein Projekt, das uns seit Jahren beschäftigt, ist ein gemeinsames Gebäude mit dem Institut Français in Moskau“, sagte Limbach. Ähnliche Formen der deutsch-französischen Zusammenarbeit gebe es bereits in Glasgow und Ramallah. Limbach will heute gemeinsam mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das Pariser Goethe-Institut nach zweijähriger Schließung wieder eröffnen. „Diese Wiedereröffnung ist ein politisches Signal der Kulturpolitik“, sagte Limbach, die im April von Klaus-Dieter Lehmann, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, abgelöst wird. Das Goethe-Institut hat weltweit 142 Einrichtungen in 81 Staaten. Es wendet jährlich rund 250 Millionen Euro auf, wovon etwa 165 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt kommen. dpa

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