Kultur : Goldene Reiter: Skythen-Schau 2007 in Berlin

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Die Skythen kommen nach Berlin. Ab 6. Juli 2007 wird im Martin-Gropius-Bau mit „Im Zeichen des Goldenen Greifen – Königsgräber der Skythen“ die weltweit bedeutendste Ausstellung zur Kulturgeschichte des antiken Reitervolkes aus dem Osten eröffnet. Weitere Stationen der Archäologie-Ausstellung werden die Hypo-Kunsthalle München und das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe sein. Beide Institutionen beteiligen sich auch an den auf fünf Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten. Wissenschaftlich betreut wird das Mammutprojekt, das etwa 1500 teilweise erstmals gezeigte Objekte als Leihgaben aus acht Ländern versammeln soll, vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Deutschen Archäologischen Institut. Dessen Präsident Hermann Parzinger hat als Archäologe seit 2000 Grabungen im Süden Sibiriens geleitet. Im zentralen Siedlungsgebiet der bereits von Herodot als Nomadenvolk beschriebenen Skythen gelangen den deutschen Archäologen und ihren Kollegen von der St. Petersburger Eremitage spektakuläre Funde wie das bei Tuva entdeckte Königsgrab. Anhand kostbarer Kult- und Schmuckgegenstände aus Gold, Holz oder Leder soll, so Parzinger, der Weg von Ost nach West nachvollziehbar gemacht werden, den skythische Stämme im ersten Jahrtausend vor Christus über 6000 Kilometer nach Südosteuropa zurückgelegt haben. Ob die Ausstellung, die auch unter Schirmherrschaft von Präsident Putin steht, in Russland gezeigt werden kann, wird noch verhandelt. zaj

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