Kultur : Greenaway, von Trier und Eastwood beim Filmfestival Cannes

-

20 Filme aus 13 Ländern bewerben sich beim 56. Filmfestival von Cannes (14. bis 25. Mai) um die Goldene Palme. Im Wettbewerb laufen neue Film von Lars von Trier („Dogville“ mit Nicole Kidman, Laureen Bacall und James Caan), Peter Greenaway („The Tulse Luper Suitcases“) und Clint Eastwood („Mystic River“ mit Sean Penn und Tim Robbins). Während das Gastgeberland Frankreich fünf Produktionen ins Rennen schickt, ging das deutsche Kino bei der WettbewerbsAuswahl zum zehnten Mal in Folge leer aus. Allerdings ist mit „Vater und Sohn“ des russischen Regisseurs Alexander Sokurow eine deutsche Produktion vertreten: Produzent ist die Berliner Firma Zero-Film. Aus Amerika kommen neben Eastwood die Filme „Elephant“ von Gus von Sant und Vincent Gallos „The Brown Bunny“. Die französischen Filme sind „Les Cotelettes“ von Bertrand Blier, François Ozons „Swimmingpool“ mit Charlotte Rampling, Claude Millers „La petite Lilli“, André Techinés „Les egares“ und „Tiresia“ von Bertrand Bonello. Italien schickt „Il cuore altrove“ von Pupi Avati, die Türkei „Uzak“ von Nuri Bilge Ceylan und die Schweiz „Ce jour-la“ von Raoul Ruiz. Das asiatische Kino ist mit Filmen von Naomi Kawase und Kiyoshi Kurosawa aus Japan und mit „Purple Butterfly“ von Lu Ye aus China vertreten. Aus Brasilien kommt Hector Babencos „Carandiru“, aus dem Iran „Fünf Uhr nachmittags“ von Samira Makhmalbaf und aus Kanada Denys Arcands „Les invasions barbares“.

Sechs deutsche Produktionen sind außerhalb des Wettbewerbs zu sehen. „September“ von Max Färberböck läuft in der Reihe „Un certain regard“ – ein Film über die Folgen des 11. Septembers auf den Alltag in Deutschland. Am Drehbuch arbeiteten unter anderen Moritz Rinke und John von Düffel mit. Wim Wenders zeigt seinen Dokumentarfilm „The Soul of a Man“ außer Konkurrenz, in der „Quinzaine des Realisateurs“ läuft der im Hamburger Asylbewerber-Milieu spielende Film „Kleine Freiheit“ von Yüksel Yavuz. Caterina Klusemanns Kurzfilm „Matrilineal“ wird in der „Semaine de la Critique“ gezeigt, die Nachwuchs-Reihe Cinéfondation zeigt „Am See“ von Ulrike von Ribbeck und „TV-City“ von Alberto Coucero und Alejandra Thome.

Eröffnet wird das Festival mit Gerard Krawczyks Remake „Fanfan der Husar“; zum Abschluss läuft Chaplins Klassiker „Moderne Zeiten“ in restaurierter Fassung. Einer der Glamour-Höhepunkte wird die Weltpremiere von „The Matrix Reloaded“ am 15. Mai. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar