Grimme-Preis : „Unser täglich Brot“

Diesen Film kann man erst nach dem Dessert essen – oder besser noch: lange davor. Denn dann wird man für die Haselnusscreme garantiert nur Eier von glücklichen Hühnern nehmen und Milch von frei grasenden Kühen.

„Unser täglich Brot“, das klingt wie von früher, aber was Nikolaus Geyrhalter in seiner Dokumentation zeigt, mutet an wie Science Fiction: die bittere Realität der Lebensmittelindustrie von heute. Ob Getreide, Hühner, Schweine oder Gurken, mit Natur hat das alles nichts mehr zu tun. Der Regisseur zeigt die Monotonie und Brutalität einer unmenschlichen Produktion, wobei der Film ganz ohne Worte auskommt, kein Kommentar, keine Interviews. Umso größer die Wucht der Bilder und Geräusche.

Am kommenden Freitag wird „Unser täglich Brot“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet; die DVD kann man für 16,45 Euro kaufen oder im Kreuzberger Videodrom für 3,60 Euro ausleihen (Mittenwalder Straße 11). (kip)

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