Kultur : Grisebach-Rekord: Beckmann für 3,9 Millionen Euro

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Für den Spitzenpreis von 3,9 Millionen Euro ist Max Beckmanns Ölgemälde „Anni (Mädchen mit Fächer)“ von 1942 am Freitag bei der 125. Abendauktion der Berliner Villa Grisebach versteigert worden. Ein deutscher Sammler erwarb das Bild des Expressionisten, das im holländischen Exil entstanden war. Damit ist Beckmanns „Anni“ das teuerste Werk in der deutschen Auktionsgeschichte. Schon der Schätzwert hatte rekordverdächtig hoch gelegen, bei 2 bis 2,5 Millionen Euro.

Mit 97 Werken der Superlative von Max Liebermann bis Neo Rauch hatte Grisebach zur Auktion geladen; bereits im Vorfeld hatten drei Lose mit Schätzpreisen in Millionenhöhe für Spannung gesorgt. Im Jubiläumsjahr der „Brücke“ erzielte Ernst Ludwig Kirchners „Halbakt mit erhobenen Armen“ in den zwei mit internationalem, höchst bietfreudigem Publikum besetzten Sälen mühelos den unteren Schätzwert. Kirchner spielte knapp 2,1 Millionen Euro ein, die eine Schweizer Institution bewilligte. Emil Noldes Figurengruppe „Philister“ kletterte auf rund 1,5 Millionen Euro. Die insgesamt museale Offerte übertraf allein mit den ausgewählten Werken der Abendauktion die Gesamtschätzung der insgesamt vier GrisebachAuktionen. Mit einem Bruttoumsatz von 16,3 Millionen Euro brach die Villa so den deutschen Rekord für eine Einzelauktion und behauptet einmal mehr ihre führende Position auf dem hiesigen Markt für die Kunst der Klassischen Moderne. mnol

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