Kultur : Habermas: Bush macht die Welt unsicherer

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Die USRegierung hat nach Ansicht des Philosophen Jürgen Habermas „die Welt unsicherer gemacht“. Habermas begründete dies damit, dass sich die Bush-Administration über Grundwerte der eigenen politischen Kultur hinweggesetzt habe: „Es gab bisher keine amerikanische Regierung, die so rücksichtslos mit den Bürgerrechten im eigenen Land und so schamlos mit internationalen Verträgen, mit dem humanitären Völkerrecht und dem Kern der Charta der Vereinten Nationen – dem Verbot von Angriffskriegen – umgegangen ist.“ Mit der Kritik an Bush eröffnet der Soziologe und Diskurstheoretiker die Perspektive auf eine Weltinnenpolitik ohne Weltregierung. „Die Europäische Union könnte das erste Beispiel für einen solchen kontinentalen Zusammenschluss von Nationalstaaten sein.“ Nicht nur im eigenen Interesse, auch wegen dieser Vorbildfunktion sei es wichtig, dass Europa lerne, mit einer Stimme zu sprechen, betonte Habermas. dpa

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