Kultur : Hände hoch!

HIP-HOP

Richard Kropf

Man kann wirklich nicht behaupten, dass es ein einfacher Show-Beginn sei, für Busta Rhymes . Ferris MC, der Hamburger Hiphopper, der eigentlich die Massen im Vorprogramm aufheizen sollte, führte die Bedeutung seines „MC“ (gleich Master of Ceremony) ad absurdum und schlich sich nach nur zwanzig Minuten von der Bühne. Trotz einer Haschisch-Dunstglocke in der halbvollen Arena wollte sich niemand so recht für seine Kiffer-Songs erwärmen. Die Stimmung war nun fast auf dem Nullpunkt.

Aber dann endlich kommt Busta Rhymes, der große Mann des New-School-Hiphop, den blauen Hut tief ins Gesicht gezogen, und es heißt „einklatschen“: „Make it clap“ ist der erste Knaller, darauf mit „Never leave you“ ein weiterer Klatsch-Song, den Busta Rhymes produziert hat und der mit Lumidee zum Nummer-1-Hit wurde. Es folgen „I know what you want“ und „Fire it up“, der Rapper, sein MC und sein DJ peitschen die Reime in die Menge, mal im Stakkato mal mit lang gedehnten Aufforderungen: „Make some noise, Berlin!“ Überhaupt ist es ein sehr imperativer Abend, den die drei gestalten. „Jump!“, „Hands up!“, „Shake your ass!“ oder „Get ready for the party!“. Die Menge gehorcht und feiert. Und wenn es im hinteren Teil der Halle ein bisschen zu ruhig bleibt, dann werfen sie eben eine imaginäre Handgranate in die Menge.

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