Kultur : Hamburger Elbphilharmonie jetzt auch mit Dach

Nach einem Jahr des Baustopps konnte jetzt endlich das Saaldach der Elbphilharmonie abgesenkt werden. Bislang hatte es auf einem Gerüst geruht, weil es seitens der Baufirma Hochtief Befürchtungen gab, dass die 2000 Tonnen schwere Dachkonstruktion die Stabilität des Baus beeinträchtigen könne. Der Streit um die Statik des Daches ist einer der wesentlichen Gründe für den Stillstand auf Hamburgs bekanntester Baustelle. „Das ist ein wichtiges Ereignis“, kommentierte der Sprecher der städtischen Kulturbehörde, Karl Olaf Petters, die Absenkung. „Gleichwohl bedeutet es noch nicht das Durchschlagen des Gordischen Knotens. Die Gespräche mit Hochtief zur Neuordnung des Projekts sind weiter in einer schwierigen Phase.“ Hamburgs SPD-Bürgermeister Olaf Scholz aber möchte spätestens bis Weihnachten Ergebnisse in dieser Angelegenheit präsentieren.

Die Stadt und der Baukonzern Hochtief streiten seit Jahren über die Kostenexplosion sowie die Bauverzögerungen bei dem Prestigeprojekt der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie 77 Millionen Euro kosten und im Jahr 2010 fertig sein. Mittlerweile müssen mindestens 323 Millionen Euro aufgebracht werden, Schätzungen zufolge könnten die Kosten auf bis zu 500 Millionen Euro steigen. Als Eröffnungstermin wurde zuletzt das Frühjahr 2016 genannt. Tsp / dpa

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