Hamburger Staatsoper : Simone Young verlängert Vertrag

Hamburgs Opernintendantin Simone Young bleibt bis 2015 in der Hansestadt. Die australische Dirigentin, die seit zwei Jahren die Staatsoper Hamburg leitet, unterschrieb einen Vertrag für weitere fünf Jahre.

Hamburg - "Alle Voraussetzungen sind erfüllt, um die künstlerische Perspektive für die Staatsoper und das Orchester weiterzuentwickeln", sagte die 46-Jährige. Genauere Angaben über die Details des Vertrages wollte sie nicht machen.

"Ich habe meine Heimatstadt Sydney verlassen, weil die Bedingungen nicht stimmten. Ich wäre auch in Hamburg weggegangen, wenn ich meine künstlerische Arbeit hier nicht hätte weiterentwickeln können", sagte Young, die für ihre erste Spielzeit von der Zeitschrift "Opernwelt" zur "Dirigentin des Jahres" gewählt wurde. Nun sei die Staatsoper bestens gerüstet und hätte gute Voraussetzungen für "große, langfristige Projekte" und die Jubiläen im Wagner-, Verdi- und Britten-Jahr 2013.

Neues Großprojekt: Wagners "Der Ring der Nibelungen"

In der kommenden Spielzeit 2007/2008 startet die Australierin ein großes Projekt: Richard Wagners Tetralogie "Der Ring des Nibelungen" wird bis 2010 von dem Regieteam Claus Guth und Christian Schmidt neu inszeniert. "Die beiden gehören zu den interessantesten, jungen, deutschen Regieteams, die es gibt", meinte Young. Auch die meisten Sänger geben in Hamburg ihr Rollendebüt. "Damit schaffen wir wirklich einen neuen Ring." Der erste Teil des "Ring"-Zyklus, "Das Rheingold", feiert im Frühjahr 2008 Premiere (16. März). Die "Walküre" folgt am 19. Oktober 2008, der "Siegfried" am 18. Oktober 2009 und die "Götterdämmerung" komplettiert die Tetralogie am 17. Oktober 2010.

Ballett-Intendant John Neumeier zeigt in der kommenden Spielzeit an der Staatsoper die Uraufführung "Weihnachtsoratorium" zur Musik von Johann Sebastian Bach, eine Koproduktion mit dem Theater an der Wien. Außerdem wird es eine neu bearbeitete Version seines Balletts "Josephs Legende" von 1983 geben. (tso/dpa)

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