Kultur : Handke lehnt Alternativpreis aus Berlin ab

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Der Schriftsteller Peter Handke will auch den „Berliner Heinrich Heine Preis“ nicht annehmen, der ihm alternativ zum Düsseldorfer Preis angeboten wurde. Er plädiert aber dafür, ein eventuelles Preisgeld in Höhe von 50 000 Euro „serbischen Enklaven“ im Kosovo zur Verfügung zu stellen. Das teilten die Initiatoren des Berliner Preises, darunter die Schauspieler Käthe Reichel und Rolf Becker, am Donnerstag im Berliner Ensemble mit. Sie bezeichneten die Vorgänge um die gescheiterte Vergabe des Düsseldorfer Heinrich-Heine-Preises an Handke und die Haltung des Düsseldorfer Stadtrates dazu als einen „Angriff auf die Freiheit der Kunst“. BE-Intendant Claus Peymann unterstützt das Berliner Projekt ebenso wie die Schauspieler Ben und Meret Becker, die Schriftsteller Gerhard Zwerenz und Daniela Dahn, der Kabarettist Dietrich Kittner. Der Düsseldorfer Stadtrat hat sich am Donnerstag gegen die Vorwürfe gewehrt. Es handele sich nach den Bestimmungen auch um einen politischen Preis, heißt es in einer Resolution. dpa

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