Kultur : Haus der Kulturen sieht sich in prekärer Lage

Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin bangt um seine Finanzierung. Im laufenden Jahr hätten die staatlichen Zuschüsse nur ein Drittel der Kosten gedeckt, zwei Drittel habe man von Stiftungen und Spendern einwerben müssen, sagte Intendant Bernd M. Scherer bei der Jahrespressekonferenz der Institution. „Das ist eine ungesunde Struktur. Wir müssen sehr auf Risiko fahren.“ Das Haus bekommt 3,1 Millionen Euro vom Bund, das Auswärtige Amt hatte seinen Anteil von 1,25 Millionen bereits zwei Mal um 250 000 Euro gekürzt. Die Lücke wurde nach Protesten mit Projektmitteln aufgefüllt. Dies sei auch für 2012 zugesichert, sagte Scherer. Auftakt der Programmarbeit soll im nächsten Jahr die Auseinandersetzung mit den Umbrüchen in der arabischen Welt sein. Beim Festival „Meeting Points 6“ (12.–14.1.) wollen mehr als 20 Künstler, Intellektuelle und Kulturschaffende aus dem Nahen Osten über die Zivilgesellschaft in ihren Ländern Auskunft geben. Ein zweiter Schwerpunkt gilt neuen religiösen Bewegungen. In dem Forschungs- und Kulturprojekt „Global Prayers“ soll in Vorträgen, Gesprächen, Lesungen und Videoproduktionen der Frage nachgegangen werden, wie sich die Heilsbringer der Gegenwart artikulieren und welche politischen und ökonomischen Strategien sie verfolgen. Tsp

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