Kultur : Heißer Start bei der 37. Art Basel mit 300 Händlern

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Jahr um Jahr ist die Art Basel das Event im Kunstbusiness. Dies bestätigte sich auch bei der am Dienstag eröffneten 37. Messe. Für Basel reservieren die rund 300 ausgewählten Händler das Beste, was sie haben (bis 18. Juni), und viele Künstler produzieren, als handele es sich um eine Ausstellung. Gerade im zeitgenössischen Segment sind für Käufer die ersten 30 Minuten entscheidend. Wer hier ein Werk der Shootingstars Wilhelm Sasnal, Daniel Richter, Matthias Weischer ergattern will, muss schnell sein. Oder erfinderisch: So soll sich ein Sammler im letzten Jahr mit Monteurskleidung getarnt haben, um vor allen anderen einen ersten Blick auf die Kunst zu werfen.

In den Messehallen selbst und in der Sonderausstellung „Art Unlimited“ mit Videoprojektionen, Installationen und Skulpturen legt sich die Nervosität. Hier trifft sich Klassische Moderne und jüngste Gegenwart. Angesichts großartiger Gemälde von Picasso, Bacon, Warhol entdeckt auch der hektischste Besucher die Langsamkeit wieder und wandelt schwelgend durch das größte Museum auf Zeit. Direktor Samuel Keller pflegt bewusst diesen Basel-Mix. Vor seinem Weggang 2008 zur Fondation Beyeler hat er die Messe noch einmal verjüngt, diesmal mit dem Bereich „Art Premiere“ ausschließlich für junge Galerien (Bericht folgt). wit

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