Kultur : Heiting wird Projektleiter für Berliner Fotomuseum

Manfred Heiting soll als Projektleiter ein Konzept für das in Berlin geplante "Deutsche Centrum für Photographie" entwickeln. Das teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am späten Montag nachmittag mit. Der Kölner Fotoexperte sei in einem Gespräch unter Vorsitz des Stiftungspräsidenten Klaus-Dieter Lehmann für die Aufgabe gewonnen worden, hieß es. Heiting, in Dortmund geboren, besitzt selbst eine weltweit bekannte Sammlung mit Exponaten von den Anfängen der Photographie bis in die Gegenwart. Er hat sich als Dozent, Publizist und Kurator zahlreicher Ausstellungen einen Namen gemacht. Der Stiftungsrat hatte in seiner Sitzung am 4. Juni auf der Grundlage der Empfehlungen einer Expertenkommission beschlossen, für die Dauer von zwei Jahren einen externen Projektleiter zu berufen. Der Auftrag für das Konzept soll die Photographie von den Anfängen bis ins digitale Zeitalter umfassen. Gleichzeitig soll auch die Sammlung des Starfotografen Helmut Newton einfließen. Newton hatte im Kunstmagazin "art" vor wenigen Tagen seinen Unmut über die schleppenden Verhandlungen zum Ausdruck gebracht.

Das im östlichen Stüler-Haus gegenüber dem Berggruen-Museum in Charlottenburg vorgesehene Museum soll den enormen Bestand der Staatlichen Museen an 190 000 Glas- und 7000 Filmnegativen, 500 000 Dia- und 230 000 Papierpositiven sowie 6000 Alben betreuen und dem Publikum zugänglich machen. Die Bestände, die bisher zu weiten Teilen in unterschiedliche Depots lagern, werden dann erstmals öffentlich gezeigt.

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