Kultur : Herz für Bären

Die Bildgießerei Noack erhält einen EHRENPREIS

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Mehr Bär. Hermann Noack, vierte und dritte Generation, mit dem goldenen Berlinale-Preis. Foto: ddpdpa-Zentralbild

Dieser Preis war im Jubiläumsjahr der Berlinale unvermeidlich, und er ist hoch verdient. Im Kino International an der Karl-Marx-Allee in Mitte, vor der Aufführung des Dokumentarfilms „Spur der Bären“, wird an diesem Samstagvormittag die in Friedenau ansässige Bildgießerei Noack mit einer Berlinale-Kamera geehrt.

Seit 1951 beliefert das Unternehmen die Filmfestspiele mit Bären, nach einem Entwurf der Bildhauerin Renée Sintenis, der in den frühen Anfängen der Berlinale noch etwas anders aussah als heute. Das im Jahr 1897 gegründete Unternehmen setzt auf Tradition, das sieht man schon am Vornamen der Firmenchefs: Sie heißen alle Hermann, mittlerweile in der vierten Generation. Die Gießerei Noack arbeitete für viele Künstler von Weltrang, von Joseph Beuys und Ernst Barlach bis zu Georg Kolbe, Fritz Cremer und Lovis Corinth.

Von den Berlinale-Bären entstanden bislang rund 500, geformt aus Bronze, danach versilbert oder vergoldet, ein ehrenvoller, im Format handlicher Artikel, anders als der bisher größte Auftrag, an dem Noack arbeitet: eine Bullengruppe von zwölf Tieren, 18 Tonnen schwer – Kunst am Bau für die neue Red Bull Firmenzentrale in Fuschl am See. ac

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