Kultur : Hier kickt der Chef

FILM

Susanna Nieder

Die Wilden Kerle sind ein Haufen Knirpse, die schon für die Zeit üben, in der sie endlich richtig den Macker raushängen lassen können. „Die wilden Fußball-Kerle“ gibt es schon einige Jahre als Bücher und Hörbücher. Jetzt hat Joachim Masannek – Autor, Regisseur und Trainer der besagten Fußballmannschaft – einen Kinofilm nachgeschoben. Dazu hat er seine halbe Nachbarschaft aus München-Grünwald zusammengetrommelt: seine eigenen Söhne Leon und Marlon, Rufus Beck nebst Jonathan und Sarah, Uwe sowie Natascha Ochsenknecht und deren Söhne mit den seltsamen Vornamen Wilson Gonzales und Jimi Blue. Herausgekommen ist ein Film, in dem sich witzige Einfälle und Klischees die Waage halten. Die Geschichte ist einfach: Der Bolzplatz der Wilden Kerle wurde besetzt von den Unbesiegbaren Siegern, Prolos, die doppelt so groß und dreimal so brutal sind wie sie. Also trainieren die Knirpse mit Willi (Rufus Beck), einem alten Zausel, der normalerweise in einem klapprigen Kiosk steht. Mit dem großartigen englischen Kinderfilm „Es gibt nur einen Jimmy Grimble“ können „Die Wilden Kerle“ nicht mithalten. Es gibt ein Quotenmädchen, eine Mutprobe und die Botschaft: Gemeinsam sind wir stark. Den meisten Jungs wird’s gefallen. Und manchen Mädchen auch. (in 21 Berliner Kinos)

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