Kultur : Hilmar Hoffmann: Goethe selbst wäre vor Sparmaßnahmen geflohen

Das Goethe-Institut mit seinen 135 Zweigstellen sieht seine Tätigkeit nach Angaben seines Präsidenten Hilmar Hoffmann ganz im Geiste des Namenspatrons. Auch Goethe habe sich eher mit Fragen der Gegenwartskultur auseinander gesetzt, als sich mit der Pflege des kulturellen Erbes zu beschäftigen. Angesichts der drohenden Schließung von bis zu 25 Instituten meinte Hoffmann auf die Frage, was der Dichter als Präsident des Goethe-Instituts gemacht hätte: "Vielleicht hätte Goethe im Schutze der Dunkelheit den Ort der Schmach verlassen. Nun bin ich beileibe nicht Goethe, und ich werde versuchen, vor Ort mein Möglichstes zu tun, um die allerschlimmsten Folgen der Kürzungsmaßnahmen abzuwehren." Zum 250. Geburtstag des Klassikers wird sich auch das Goethe-Institut in unterschiedlicher Weise mit seinem Namenspatron auseinander setzen. "Dabei sehen die Ergebnisse je nach lokaler Perspektive sehr unterschiedlich aus. Von Amsterdam bis Simbabwe gibt es Theaterproduktionen, die sich mit dem Werk Goethes auseinander setzen."

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