Kultur : Historiker enthüllt neuen Holocaust-Skandal

Nach der sogenannten Nazigoldaffäre steht der Schweiz erneut ein Skandal im Zusammenhang mit dem Holocaust ins Haus.Wie die Schweizer Zeitung "Blick" am Sonntag berichtete hingen in den Museen des Landes mehr als 700 Kunstwerke aus jüdischem Besitz, die von den Nationalsozialisten geraubt worden seien.Den Wert der Kunstwerke schätzt der 46jährige Schweizer Historiker Thomas Buomberger, der für das eidgenössische Kulturamt arbeitet, auf umgerechnet mehrere hundert Millionen Mark.In einem Buch, dessen Veröffentlichung für den Herbst geplant sei, werde er die Namen von Menschen nennen, die sich am Handel mit den geraubten Kunstgegenständen bereichert hätten.Für ihn sei klar, daß die "schwarzen Schafe beim Namen genannt" und die gestohlenen Kunstwerke an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden müßten, sagte Buomberger.Unterdessen erklärte der Leiter der internationalen Untersuchungskommission zur Rolle der Schweiz während der NS-Zeit, der Schweizer Historiker Jean-Francois Bergier, in einem Interview mit der "Sonntags Zeitung", sein Zwischenbericht über das sogenannte Nazigold werde neuen finanziellen Forderungen gegen die Schweiz den Boden entziehen. AFP

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