Kultur : Höchstpreise in der Villa Grisebach

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Das Spitzenlos der Herbstauktionen in der Villa Grisebach, Emil Noldes „Sommerglut“, konnte seine Position auch auf der exklusiven Abendauktion durchsetzen. Nach einem spannenden Bietgefecht kletterte das sprühende Spätwerk von 400000 auf 855000 Euro, die ein norddeutscher Sammler bewilligte. Den zweithöchsten Preis des Abends erzielte Max Liebermanns „Strandbild mit spielenden Kindern“ aus dem Jahre 1901 (580000 Euro). Das Gros der 94 „Ausgewählten Werke“ wurde im Rahmen der Schätzungen veräußert. So erzielten Karl SchmidtRottluffs „Stillleben mit Äpfeln und Flasche“ 406000 Euro und Christian Rohlffs „Das rote Dach“ bescherte mit 372000 Euro einen weltweiten Rekordpreis. So viel ist für diesen Künstler noch nie bezahlt worden. Ein weiterer Rekord fiel auf eine Zeichnung des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (16000 Euro).

Kräftige Steigerungen bewilligte das internationale Publikum in den zwei übervollen Sälen für Paula Modersohn Becker, Gabriele Münter und eine Suite mit 14 Grafiken von Max Beckmann. Bereits zur morgendlichen Versteigerung der Sammlung Roswitha von Bergmann konnte Alexej von Jawlenskys „Abstrakter Kopf: Atonal“ die Schätzung verdoppeln (599500 Euro). Mit einem Umsatz von 8,25 Millionen Euro noch vor den zwei heutigen Auktionen zeichnet sich für das Auktionshaus Villa Grisebach ein goldener Herbst ab. Tsp

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