Kultur : Hörtest: Brian Blade Fellowship: Perceptual

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Irgendwie trifft es immer die Schlagzeuger. Sie können Genies sein wie der verstorbene Tony Williams, aber als Bandleader sind sie nicht so interessant. Brian Blade, ein Schwarzer von 29 Jahren, gilt als the next big thing unter den Drummern des zeitgenössischen Jazz: ein Meister filigraner Texturen, der aber auch ganz schön hinlangen kann. Blade kommt aus der Band des Saxophonisten Joshua Redman, aber er hat schon mit Bob Dylan gearbeitet, mit Daniel Lanois und Joni Mitchell, die auf seinem zweiten Album "Perceptual" auch ein Gastspiel gibt. Zwischen Pop und Post-Bop kann Blade fast alles. Für einen Drummer ist das gut, für einen Komponisten eher von Nachteil. "Perceptual" spielt mit Suitenformen und Rockanklängen, ohne etwas Ganzes zu werden. Das schreit wieder nach Arbeitsteilung.

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