Kultur : Hörtest: Diverse: "Brazilectro"

chs

Nervös zischeln die Gitarren, Bläser prusten los und von irgendwo wehen ein paar Brocken Portugiesisch herüber - mehr braucht es nicht, um die Copacabana vor dem inneren Auge aufsteigen zu lassen. Die neueste Latin-Welle hat einen Namen: "Brazilectro". In den Sixties hatte der Bossa Nova mit dem Jazz geflirtet, nun eiert er durch die digitale Endlosschleife. Die Doppel-CD "brazilectro" versammelt Perlen des Genres: Wohlfühl-Bossa von Yoshinoro Sunahara aus Tokio, Easy Listening mit Bongos von dem Berliner Jazzanova-Kollektiv, Chill-Out-Samba von der Thievery Corporation aus Washington. Brasilianer sein kann jeder, der ein paar alte Platten und einen Sampler besitzt. "Ihr Patchworkwesen macht die Schönheit dieser Musik aus", schreibt klug die "Zeit".

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