Kultur : HÖRTEST

Musik aus Berlin

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POP Super 700, When Hare and Fox had Fun (Cutting Edge Records) Ibadet Ramadani heißt die Sängerin, die mit ihren beiden Schwestern Albana und Ilirjana einen Sirenenklang von klarer, fordernder Eleganz erzeugt. Ohne Scheu vor dem hohen Ton eines Björk Pop schlängelt sich Ibadets Glasmädchenstimme durch dramatische Songs, die mal in Gitarrenpickings schwelgen, mal Elektronengärten umpflügen. Das Septett präsentiert auf seinem „Mini-Debüt“ in 25 Minuten sechs betörende Lieder. Und immer wieder diese Stimme, die einen an die Hand nimmt und durch alle Zweifel führt. Mehr davon! KM

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POP Der Automat, Dein Tag

(Nothing to loose Records) Eine Gitarre, akustisch, heftig angeschlagen, ein bisschen nervös, dazu das gedämpfte Pochen eines Schlagzeugs. „Tuuu, was du willst“, singt Hanno von Daniels, „lass auch mal was sein“. Ein Plädoyer fürs Slacker- Leben, fürs Nichtstun und Geschehenlassen, aber so frohlockend eingefordert, dass man gleich wieder was tun will. Das Quintett um Sänger und Texter von Daniels feiert die Beiläufigkeit, das flüchtige Glück einer Berührung, sie sehen in allem das Beste. Schön deshalb ein Song wie „Sommerreifen“, in dem es eigentlich um Trennung geht. Aber dann auch wieder nicht. KM

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