Kultur : HÖRTEST

Musik aus Berlin

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ROCK El*ke, Wilder Westen (it Sounds)

Noch so eine Band, die das Klanggewicht der Stadt in Richtung Gitarrenrock verschiebt. Hart und griffig. Auch Melodien gönnen sich die drei Friesländer und RamonesFans, die einander aus Kindergartentagen kennen. Sänger Peter Bolmer hat ein schon ziemlich abgeschabtes Organ, das sich nur für Balladen nicht eignet. Ansonsten grätscht das Trio gekonnt durch Pop-Gefilde, ein bisschen zu vorsätzlich vulgär, aber doch pockig und vernarbt genug, um nicht wie eine Klonband zu klingen. Ein guter erster Streich. KM

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POP Kevin Blechdom, Eat my heart out (Chicks on Speed Records) Unter dem Pappschuber geht der Horror erst richtig

los: Kevin Blechdom hält sich zwei Pfund Tierfleisch inklusive Herz vor die linke Brust und illustriert so recht plakativ den Titel ihres zweiten Solo-Albums „Eat my Heart out“. Übertreibung, Ironie und sehr schräger Humor sind die Markenzeichen der Amerikanerin, die seit einigen Jahren in Berlin lebt. Mit den 19 neuen Songs knüpft sie an den verqueren Krimes-Elekro-Sound von „Bitches without Britches“ an – allerdings spielt sie jetzt seltener Banjo und konzentriert sich stärker auf die Inszenierung mehrstimmiger Mini-Musicals. nal

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