Kultur : HÖRTEST

Musik aus Berlin

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POP Stereo Total, Discotheque (Disko B)

Man könnte es für eine Liebeserklärung an die Dancefloor-Ära halten. Aber weit gefehlt. „I hate everybody in the discotheque“, singen sie. Die Musik ist mies, das Stroboskoplicht noch mieser. Disco ist tot, es lebe Disco! Auf ihrer neuen CD versammeln Brezel Göring und Françoise Cactus Remix- Versionen von Songs des Vorgängeralbums. Bearbeitet von Freunden wie Motor Mark, Justus Köhnke und Mother’s little helper: ein bunt-knalliges Tanz-Gediddel. Nintendo im Soundhäcksler. KM

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JAZZ Local Time, Unity (Wortstark fun)

Das Quintett um Schlagzeuger Emanuel Hauptmann hat eine weiche, eindringlich-melodiöse Debütplatte gemacht. Dass die mit Eric St-Laurent an der E-Gitarre, Tino Derado an den Tasten, Björn Werra am Bass und Mike Segal am Saxophon exzellent besetzte Gruppe stark vom Contemporary Jazz der New Yorker Schule geprägt ist, leugnet sie nicht. Zuweilen schleichen sich auch härtere Fusion-Elemente ein. Doch bleibt die Dynamik gegenläufiger Beats und hymnischer Melodien stets vornehm ausbalanciert, abgerundet. KM

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